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Was bringt Homöopathie gegen Schnarchen?

Dr. Jan Wrede

Letztes Update am April 6, 2020

Globuli gegen Schnarchen

Eine zunehmende Zahl an Menschen vertraut beim Thema Schnarchen (auch) auf Naturmedizin. Denn viele verschiedene homöopathische Präparate können Linderung beim Schnarchen bringen – und zwar auf ganz natürliche Weise.


Alles Placebo oder was?

Die Homöopathie ist für viele Menschen, die sich eine naturheilkundliche Behandlung ihrer Beschwerden wünschen, eine Alternative bzw. Ergänzung zur Schulmedizin. Homöopathie bedeutet übersetzt soviel wie “ähnliches Leiden”. Sie basiert unter Anderem auf dem Grundsatz: „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“ (similia similibus curentur, Hahnemann). Damit ist gemeint, dass ein Erkrankter mit einem Mittel behandelt wird, das bei einem gesunden Menschen Symptome der zu behandelnden Krankheit hervorruft. Ein Beispiel: Jemandem der Fieber hat, wird ein Mittel verabreicht, das bei einem gesunden Menschen Fieber auslöst.

Die größte Schwäche der Homöopathie ist, dass es kaum wissenschaftliche Studien gibt, die die Wirksamkeit dieses Ansatzes belegen können. Für viele Schulmediziner ist Homöopathie nichts anderes als Placebo . Viele Patienten sagen sich: “Vielleicht hilft es. Schaden tut es nicht.” Es wird nämlich kaum über Nebenwirkungen homöopathischer Mittel geklagt. Auch wenn Homöopathie als ungefährlich gilt, sollten Sie niemals auf eigene Faust mit Globuli oder anderen Präparaten aus der Naturmedizin experimentieren. Lassen Sie sich vor jedem Gebrauch von einem Fachmann beraten: Entweder in Ihrer Apotheke vor Ort oder von einem ausgebildeten Homöopathen.

Auch beim Thema Schnarchen lohnt es sich, einen Blick auf die Vielzahl an homöopathischen Mitteln zu werfen. Die wohl bekannteste Anwendung sind Globuli: Kleine Kügelchen aus dem Trägerstoff Saccharose (klassischer Zucker), in dem ein Wirkstoff potenziert wurde. Zur Therapie des Schnarchens kommen vor allem Grindelia, Lachesis, Carbo vegetabilis und Sulfur in Frage


Grindelia

Die Pflanze Grindelia robusta kommt aus Nordamerika und wird in der Lungenheilkunde eingesetzt, um Erkrankungen der Atemwege zu lindern. Bei uns ist die Grindelia auch als Gummikraut oder Teekraut bekannt. Die Pflanze wächst bis zu einen Meter hoch und hat leuchtend gelbe Blütenköpfe. Die Blätter sind gummiartig und gezahnt.

In der Homöopathie wird die Pflanze als Ganzes getrocknet und verarbeitet. Die Grindelia wird bei der Behandlung von Lungenleiden wie etwa Lungenentzündungen oder Asthma eingesetzt. Sie zeigt eine gute Wirkung bei Atemnot und Husten. Dem Schnarchen kann sie entgegenwirken, da sie die Atmung erleichtert und Blockaden löst.


Lachesis

Lachesis ist das Sekret der Buschmeisterschlange, die in den tropischen Wäldern Südamerikas zu finden ist. Die Schlange gilt als aggressiv und kann länger als drei Meter werden. Die Lachesis ist vielseitig einsetzbar. So hilft sie bei einer Mandelentzündung aber auch bei Beschwerden in den Wechseljahren, bei einem einfachen Insektenstich aber auch bei einer Embolie im Gehirn.

Beim Schnarchen kann Lachesis helfen, indem es den Schlaf fördert und das Abschwellen von Mandeln und Rachenschleimhaut bewirkt. So wird einer Verengung der Atemwege im Rachenraum entgegengewirkt. Die Atemluft kann ungehindert passieren. Das Risiko für Schnarchgeräusche wird gesenkt.


Carbo vegetabilis

© akf / Fotolia

Carbo vegetabilis ist eine Kohleart aus dem Laubbaumholz. Sie kommt gegen chronische Müdigkeit, Blähungen und Verdauungsbeschwerden zum Einsatz. Carbo vegetabilis kann aber ebenfalls Atemnot und Hustenreiz lindern und so auch gegen das Schnarchen wirken. Dieses Mittel ist in der Apotheke erhältlich, sollte jedoch nicht in Kombination mit Arsenicum album, Ambra und Camphora eingenommen werden.


Sulfur

© vvoe / Fotolia

Sulfur meint eine  Schwefelblüte. Schwefel wiederum gehört zu den Elementen der Erdkruste und wird vor allem bei Vulkanausbrüchen freigesetzt. Es ist ein chemisches Element von gelber Farbe. Um in der Homöopathie angewendet zu werden, wird der Rohschwefel gereinigt und fein zu Pulver gemahlen. Im weiteren wird er mit Milchzucker verrieben, verdünnt und dynamisiert, um die therapeutischen Eigenschaften der Substanzen zu verstärken.

Sulfur wird hauptsächlich bei Hautproblemen wie Schuppenflechte, Ekzemen, Krätze und Akne angewendet. Aber auch bei Halsschmerzen und Erkrankungen der Atemwege und der Lunge sowie bei Bronchitis und Asthma kann dieses Mittel helfen.


Kalium Sulfuricum

© goldbany / Fotolia

Kalium Sulfuricum ist das Kaliumsalz der Schwefelsäure, ein farbloser, kristalliner Stoff, der gut wasserlöslich ist. Er wird hauptsächlich gegen Husten, Menstruationsbeschwerden und Depression angewendet. Kalium Sulfuricum kann aber auch bei Nasennebenhöhlenentzündungen helfen. Sie kann wiederum Ursache für das Schnarchen sein. Die Nase fühlt sich in diesem Fall verstopft an. Das Atmen durch die Nase fällt schwer. In der Nacht wird automatisch der Mund für die Atmung geöffnet, da Sie durch die Nase zu wenig Luft bekommen. Mundschnarchen kann die Folge sein.


Regena-Therapie

Die Regena-Therapie ist ein Behandlungsansatz aus der Homöopathie. Er besagt, dass die Körperzellen entgiftet werden müssen, um das Gleichgewicht in deren Stoffwechsel wieder herzustellen. Dazu gibt es eine große Auswahl an ca. 360 sogenannten “Regenaplexen”. Dies sind homöopathische Mittel in Tropfenform mit vielen verschiedenen Inhaltsstoffen.

Die Präparate haben keinen Namen, sondern sind nummeriert. Mit der richtigen Kombination aus Komplexen soll so für viele Erkrankungen eine Therapie möglich sein. Gegen das Schnarchen gibt es bestimmte Mischungen dieser Komplexe als Anti-Schnarch-Tropfen.

© StillWorksImagery / pixabay

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Dr. Jan Wrede

Arzt, Berlin

Jan Wrede arbeitet als Arzt in Berlin. Er hat an der FAU Erlangen-Nürnberg und der Semmelweis-Universität, Budapest, Humanmedizin studiert. Bereits während des Studiums hat er zahlreiche wissenschaftliche Beiträge, insbesondere zum Thema Schnarchen, verfasst.

Veröffentlicht am

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