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Allergie und Schnarchen – angeschwollene Schleimhäute wegen Heuschnupfen

Dr. Jan Wrede

Letztes Update am April 6, 2020

Wer unter einer Allergie leidet, kennt das Problem einer verstopften Nase nur zu gut. Allergene, wie Pollen, reizen die Schleimhäute und lassen sie anschwellen – der typische Heuschnupfen setzt ein. Als Folge fällt die Atmung schwer. Nachts führt dies allzu oft zu Schnarchen und Atemnot. Abhilfe können spezielle Nasenspreizer bzw. Nasendilatatoren schaffen, in die kleine Atemluftfilter eingebaut sind. Wir erklären, wie es funktioniert:


Schnarchen durch verstopfte Nasen

Sind die Atemwege in der Nase verengt, kommt es verstärkt zu Schnarchen. Denn zum einen atmet man gegen einen Widerstand an. Das heißt, die gesamten oberen Atemwege stehen unter leichtem Unterdruck. Jeder kennt das Gefühl – man atmet ein, aber es kommt keine Luft in der Lunge an, stattdessen zieht sich die Nase (und auch der Rachenraum) zusammen. An diesen Engstellen in den Atemwegen kann es dann zu Verwirbelungen des Luftstroms kommen, die das Gewebe im Nasen-Rachen-Raum in Vibration versetzen. So entsteht das altbekannte Schnarchgeräusch.

Zum anderen stellt der Körper bei einem zu großen Atemwegswiderstand in der Nase unbewusst auf Mundatmung um – denn schließlich will man ja nicht ersticken! Die Mundatmung führt aber in vielen Fällen zu Mundschnarchen. Denn der Atemluftstrom durch den Mund zieht am Gaumengewebe und insbesondere an den Gaumenbögen vorbei und versetzt diese in Schwingungen. Die Schwingungen führen zu Geräuschen, die wir als Schnarchen wahrnehmen.

Das beschriebene Problem betrifft in großem Umfang die Allergiker unter uns, denn bei einer Allergie auf Pollen und Gräser, Hausstaub oder Tierhaare kommt es zu einer Schwellung der Nasenschleimhaut. Weniger Luft kann durch die Nase ein- und ausströmen und die Schnarchprobleme beginnen. Doch warum tritt eine Allergie überhaupt auf?


Überempfindlichkeitsreaktion: Allergie

Vereinfacht gesprochen ist eine Allergie nichts anderes als eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf Stoffe aus der Umwelt. Beim klassischen Heuschnupfen, sowie der Hausstaub- oder Tierhaarallergie reagiert das Immunsystem des Körpers überempfindlich auf winzige Partikel in der Luft. Die Partikel sind zwischen 1 und 100 Mikrometer groß. Die kleinsten messen also gerade einmal ein tausendstel Millimeter.

Diese kleinen Stoffe – zum Beispiel bestimmte Eiweißmoleküle, die in manchen Pollen enthalten sind – gelangen über die eingeatmete Luft auf die Schleimhaut der Nase. Hier befinden sich auch Immunzellen, deren Aufgabe es ist, Fremdstoffe und eingedrungene Erreger zu bekämpfen. Bei einer Allergie lösen diese Zellen eine Immunreaktion gegen die für den Körper harmlosen Partikel aus Hausstaub, Katzenhaaren oder Pollen aus. Die von den Abwehrzellen freigesetzten Stoffe bewirken unter anderem, dass sich die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut weiten und verstärkt mit Blut füllen. Dadurch schwellen die Schleimhäute an. Die Nase verstopft und sondert verstärkt Sekret ab. Der Atemweg wird durch die geschwollenen Nasenschleimhäute verengt. Nicht nur am Tag haben Betroffene dadurch Probleme mit der Atmung, sondern auch in der Nacht ist eine freie Nasenatmung oft unmöglich.

Das Problem mit Allergien ist, dass bisher noch keine Behandlung existiert, die die Überempfindlichkeit vollständig beheben kann. Die einzig wirklich wirksame Methode wäre, den für die Allergie verantwortlichen Stoff vollständig zu meiden. Doch das ist bei der Mehrheit der Allergien nicht umsetzbar.

© Evgenia Tiplyashina / Fotolia

Atemluftfilter: Allergen-Partikel abfangen

Eine Möglichkeit mit der Allergie umzugehen, besteht darin, die mikroskopischen Partikel erst gar nicht an die Nasenschleimhaut herankommen zu lassen. Denn wenn die Immunzellen in der Schleimhaut nicht mit dem Allergen (d.h. dem allergieauslösenden Stoff) in Kontakt kommen, werden sie auch nicht aktiviert und die Atemwege bleiben frei.

Eine recht einfache und preisgünstige Möglichkeit, seine Schleimhäute vor den Allergen-Partikeln zu schützen, sind Nasendilatatoren mit eingebautem Atemluftfilter. Nasendilatatoren, auch Nasenspreizer genannt, bestehen meist aus zwei miteinander verbundenen Kunststoffringen, die in die Nasenlöcher geschoben werden. Sie dienen dazu, den Naseneingang zu weiten und so den Atemstrom zu verbessern. Manche Modelle sind mit einem Atemluftfilter kombiniert, der die allergieauslösenden Partikel beim Einatmen aus der Luft filtert, sodass sie die Schleimhäute gar nicht erreichen können. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Ansatzweisen:


1. Imitation der Funktionsweise der Nasenhärchen

Die Nase hat bereits ein natürliches Filtersystem für die Atemluft eingebaut – die Nasenhaare. Sie sollen Fremdpartikel aus der Atemluft abfangen. Die warme, feuchte Atemluft beim Ausatmen überzieht die feinen Härchen in der Nase mit einem hauchdünnen Feuchtigkeitsfilm. An diesem Film bleiben dann die Schmutzpartikel hängen, die beim nächsten Einatmen aus der Umgebungsluft in die Nase gesogen werden. Da wir im Regelfall aber keine ganzen Büschel an Härchen in den Nase haben, sondern nur eine überschaubare Anzahl, ist diese Methode nicht immer effektiv. Vor allem nicht bei winzig kleinen Teilchen. Hausstaub, Talgteilchen von Tierhaaren oder Pollen sind nur wenige Mikrometer groß und werden von den Nasenhaaren allein oft nicht abgefangen.

Man kann jedoch versuchen, den “Nasenhärchen-Effekt” zu verstärken, indem man einen Nasendilatator verwendet, in den ein feiner Filter aus Schaumstoff eingearbeitet ist. Der feine Schaumstoff hat aufgrund seiner Gitter- bzw. Netzstruktur eine sehr große Oberfläche und ähnelt einem “dichten Gestrüpp an Härchen”. Beim Ausatmen wird diese Oberfläche von der Luft, die aus den Lungen strömt, befeuchtet und erwärmt. Beim nächsten Atemzug verfangen sich in diesem deutlich dichteren Geflecht dann die Partikel, die den natürlichen Nasenhärchen ansonsten entwischen würden. Der Vorteil der Schaumstoff-Modelle ist, dass die Nasenatmung wenig beeinträchtigt wird. Man kann also weiter relativ leicht durch die Nase atmen, weil der Schaumstoff keinen bzw. nur einen sehr geringen Atemwegswiderstand aufbaut. Sprich, man hat nicht das Gefühl, durch einen Filter oder durch einen Widerstand zu atmen.

Dieser Vorteil ist aber zugleich auch der Nachteil der Methode: Dem Filtersystem entgehen einige allergene Partikel, sodass man von den Nasenhärchen-Imitaten keinen 100-prozentigen Schutz gegen Pollen oder Hausstaub erwarten kann.

Alles in Allem sind Nasenspreizer mit Schaumstofffilterchen jedoch eine hervorragende Hilfe gegen Allergien. Vor allem kann man sich mit ihnen ohne Einschränkungen bewegen und beispielsweise auch Sport treiben, ohne dass man zu wenig Luft durch den Filter bekommt. Auch für den Schlaf ohne Schnarchen bietet sich diese Filterform an.


2. Echte Filter

Eine andere Methode ist der Einbau eines echten, feinen Kunststofffilters in den Nasendilatator. Diese Filter lassen (je nach Filterstärke) nahezu keine Partikel mehr passieren und sorgen damit für eine extrem reine Atemluft. Bei manchen Modellen sind die Filter zudem statisch aufgeladen, sodass die Allergene geradezu davon angezogen werden und hängen bleiben. Die Produkte sind mit unterschiedlichen Filterstärken erhältlich. Je nachdem, unter welcher Allergie man leidet, kann man den passenden Filter für sich wählen. Zum Beispiel sind Pollen meist kleiner als Talgpartikel auf Tierhaaren, weshalb bei Heuschnupfen ein feinerer Filter sinnvoll ist.

Filter-Modelle bieten den Vorteil, dass sie die Nasenschleimhaut sehr effektiv vor den allergenen Partikeln in der Luft schützen. Die feinste Stärke ist in der Lage, sogar Rauchpartikel abzufangen.

Allerdings haben sie den Nachteil, dass das Atmen durch das feine Netz schwerer ist, weil ja auch die Luft zunächst den Filter passieren muss. Man hat damit in abgeschwächter Form dasselbe Problem, wie bei der allergiebedingt verstopften Nase. Man atmet gegen einen Widerstand an.


Worauf es bei Nasenfiltern ankommt

Egal, ob man sich für die Schaumstoffvariante oder die feineren Filter-Modelle entscheidet, bei ihrer Anwendung gibt es einige Punkte zu beachten:


Begrenzte Haltbarkeit

Nasendilatatoren haben eine beschränkte Lebensdauer. Einige Modelle können sogar nur einmal benutzt werden. Dies hat zum Einen hygienische Gründe: Nasenspreizer kommen beim Tragen mit Sekreten in Kontakt, die oft voller Bakterien sind. Der Nasendilatator wird nicht selten zur Brutstätte von Krankheitserregern.Zum Anderen ist die physikalische Aufnahmefähigkeit der Filter begrenzt. Hat sich eine größere Menge an Partikeln in dem Filter verfangen, so kann die einströmende Atemluft nicht mehr effektiv gereinigt werden. Der Filter ist bildlich gesprochen “voll”. Deshalb sollte man seinen Nasenfilter regelmäßig wechseln und auch den Nasenspreizer spätestens vierteljährlich austauschen. Es gibt aber auch Filtermodelle, die täglich mit Wasser und/oder Alkohol zu reinigen sind, damit Bakterien keine Chance haben.


Richtige Größe

Wichtig beim Kauf ist die Auswahl der richtigen Größe. Der Nasendilatator muss gut sitzen, sonst kann er sich bei längerem Tragen unangenehm anfühlen. Außerdem sind die Spreizer aus formstabilem Kunststoff gefertigt. Das heißt, sie lassen sich zwar biegen und verformen, gehen aber immer wieder in ihre Ursprungsform zurück. Sitzen sie unbequem, kann dies schnell zu einem Druckgefühl führen. Es gibt deshalb viele Modelle in unterschiedlichen Größen. Sie unterscheiden sich in Durchmesser und Form, um so jedem Nasenloch gerecht zu werden. Es gibt aber auch sogenannte “one size fits all”-Produkte, wie beispielsweise somnipax pure.


Eingewöhnungszeit

Gerade zu Beginn der Anwendung kann das Tragen der Nasenfilter sehr ungewohnt sein. Allerdings gewöhnt man sich recht schnell an den Fremdkörper in der Nase und vor allem während des Schlafes stören sich die meisten Benutzer nicht daran.


Erhöhter Sekretfluss

Auch die Nase selbst erkennt den Nasendilatator als Fremdkörper und versucht ihn bisweilen mit ihren Mitteln loszuwerden. Es kann passieren, dass Ihre Nase vermehrt Sekret absondert, weil sie das ungewohnte Kunststoffobjekt hinaus spülen will. Wenn Ihnen das zu unangenehm wird, sollten Sie einfach den Dilatator herausnehmen, die Nase putzen und wieder einsetzen.


Reine Luft vs. gut Luft bekommen

Vor allem bei echten Filtern kann es zu einer Beeinträchtigung der Nasenatmung kommen. Da der Filter sehr fein ist, gelangt durch ihn weniger Luft in die Nase. Will man weiterhin gut Luft bekommen, muss man sich also mehr anstrengen und kräftiger ein- und ausatmen. Das ist gerade am Anfang recht ungewohnt. Man sollte versuchen, zu verhindern, dass der Körper “den Weg des geringsten Widerstandes” geht und kurzerhand auf Mundatmung umstellt, denn dadurch verliert der Filter seine Funktion. Die bewusste Nasenatmung lässt sich aber auch trainieren – gerade zu Beginn der Anwendung.Der höhere Widerstand macht die Nasenfilter für die Benutzung beim Sport ungeeignet. Hier ist es wichtig, dass Sie genügend Sauerstoff bekommen. Ein Filter würde hier nur hinderlich sein. Auch für die nächtliche Anwendung – Stichwort Schnarchen verhindern – ist die Atemluftfilter-Form zumindest gewöhnungsbedürftig. Hier kann ein Schaumstoff-Filter helfen.

Medical Peer Review durch Dr. med. dent. Christine Will, Zahnärztin in der anerkannten Nürnberger Praxis für Implantologie und Zahngesundheit alius. Zu ihrem Behandlungsspektrum gehört insbesondere die Schnarchtherapie.

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Dr. Jan Wrede

Arzt, Berlin

Jan Wrede arbeitet als Arzt in Berlin. Er hat an der FAU Erlangen-Nürnberg und der Semmelweis-Universität, Budapest, Humanmedizin studiert. Bereits während des Studiums hat er zahlreiche wissenschaftliche Beiträge, insbesondere zum Thema Schnarchen, verfasst.

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