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Schlafapnoe-Masken Allergie – Ist das möglich?

Dr. Hannes Wakonig

Letztes Update am April 16, 2020

Sie sind CPAP-Maskenträger und haben morgens rote Stellen im Gesicht? Reagieren Sie auf Ihre CPAP-Maske allergisch? Wir sagen Ihnen, ob dies eine allergische Reaktion ist und was Sie tun können, um das zu vermeiden.

Die CPAP-Therapie gehört zur einer der wirkungsvollsten Maßnahmen gegen Schnarchen und Atemaussetzer (Schlafapnoe). Doch wie fast jede Therapie kann auch die CPAP-Therapie ihre Nebenwirkungen haben. An den Stellen, an denen die Maskenränder auf der Haut aufliegen, können zum Beispiel juckende Rötungen und Bläschen entstehen. Sie sollten nicht sofort das Handtuch werfen, sondern die für Sie passende Problemlösung suchen, sodass Sie morgens bald wieder energiegeladen in den Tag starten können.


Allergie – ja oder nein?

Viele CPAP-Nutzer denken bei den Rötungen und Pusteln direkt an eine Allergie gegen das Maskenmaterial – in den meisten Fällen Silikon. Doch laut Ärzten sind nur sehr wenige Personen von einer Silikonallergie betroffen. Der Ausschlag ist vielmehr meist eine nicht-allergische Reaktion der Haut. 

Vereinfacht ist eine Allergie eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe. Das körpereigene Immunsystem löst bei Hautkontakt mit der entsprechenden Substanz eine sehr starke Abwehrreaktion aus. Bei einer nicht-allergischen Reaktion ist das Immunsystem nicht beteiligt. Die Haut wird durch die Nutzung der Maske einfach sehr stark belastet – durch den “Schweiß” unter der Maske wird sie weich, anfälliger und durchlässiger für Keime.

In beiden Fällen können jedoch Symptome wie Bläschen, wunde, nässende oder gerötete Hautstellen oder leichte Schwellungen auftreten. Für Laien ist es in den meisten Fällen nahezu unmöglich festzustellen, was die konkrete Ursache für diese Hautreaktionen ist. Deswegen kann die konkrete Ursache nur von Ihrem behandelnden Arzt oder Hautarzt festgestellt werden. Leiden Sie tatsächlich an einer seltenen Silikonallergie, sollte die Nutzung der Maske bis auf weiteres eingestellt werden.


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Ob allergische Reaktion oder nicht – das können Sie tun

Egal ob Allergie oder nicht, in beiden Fällen muss dringend was gegen den unangenehmen Hautausschlag unternommen werden.

  • Grundsätzlich sollte die Maske vor der ersten Nutzung gründlich gereinigt werden. So können unangenehme Gerüche entfernt und eventuelle Rückstände vom Maskenkissen gespült werden. Auch nach jeder weiteren Nutzung der Maske sollte diese gesäubert werden. Die Rückstände am Maskenkissen können die Haut zusätzlich reizen und Entzündungen fördern. Die Reinigung kann mit Seifenwasser oder mit speziellen Wischtüchern erfolgen.

    Hier erhalten Sie mehr Infos dazu, wie Sie Ihre CPAP-Maske reinigen können.


  • Für Betroffene, die eine Unverträglichkeit gegen Silikon haben, gibt es die Option einer Maske aus Stoff. Das sonst aus Silikon bestehende Maskenkissen wird gegen eines aus Stoff ausgetauscht. Fragen Sie hierzu bei den Herstellern der CPAP-Masken an und informieren Sie sich.

  • Da manche Menschen nur an bestimmten Stellen anfällig für Hautirritationen sind, empfiehlt es sich eventuell, das Maskenmodell zu wechseln. Je kleiner die aufliegende Fläche ist, desto geringer ist die Gefahr eines Ausschlags. Grundsätzlich ist meist der Wechsel von einer Full-Face-Maske auf eine Nasenmaske oder Nasenpolstermaske sinnvoll.

  • Ist der Wechsel zum Beispiel aufgrund von Mundatmung nicht möglich, können Barrieren zwischen Maskenkissen und Haut hilfreich sein. Diese kann man als Maskenauflage selbst aus Fensterleder zuschneiden, aber es gibt solche Maskenauflagen auch fertig zugeschnitten aus Baumwollmaterial

    Bei Nasenpolstermasken kann es helfen, auf die Hautstellen, die mit der Maske Berührung haben, ein wasserbasiertes Gleitmittel aufzutragen oder ein Nasenpolster zu verwenden. Dieses wird auf den Nasenrücken aufgelegt und bietet dem CPAP-Patienten eine zusätzliche, weich gepolsterte Schutzschicht und beugt Maskenleckagen, Nasenrückenschmerzen und Nasenhautreizung vor.

    Lesen Sie diesen Artikel, wenn Sie mehr Infos zum Thema Maskenauflagen erhalten möchten.


  • Ein völlig anderer Zusammenhang mit Allergien besteht, wenn Heuschnupfen-Allergiker ein CPAP-Gerät nutzen. Gerade in der Frühlings- und Sommerzeit leiden viele Menschen unter den herumfliegenden Pollen in der Luft. Spezielle Hypoallergenfilter in den CPAP-Geräten können die Pollen herausfiltern und somit verhindern, dass diese Partikel während der Therapie in die Atemwege des Patienten gelangen können. Wichtig ist dabei, regelmäßig die Filter zu wechseln. Dies wird von vielen Patienten vernachlässigt, führt aber dazu, dass die Filter ihre Funktion nur noch unzureichend oder gar nicht erfüllen können.

    Lesen Sie diesen Artikel, wenn Sie mehr Infos zum Thema CPAP-Therapie und verstopfte Nase durch Heuschnupfen erfahren möchten.

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Dr. Hannes Wakonig

Geschäftsführer

Hannes Wakonig kommt aus dem Bereich Marketing und Finance und hat vorher schon in der Medizintechnik gearbeitet. Er ist Mitgründer und Geschäftsführer von SomniShop (health.On Ventures GmbH) und AescuBrands.

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