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Mundatmung verhindern – sonst droht Schnarchen u. nächtliche Mundtrockenheit

Dr. Jan Wrede

Letztes Update am April 6, 2020

Mundatmung ist ungesund und lästig. Sie bringt unangenehme Begleiterscheinungen wie nächtliche Mundtrockenheit, Mundgeruch oder Entzündungen mit sich. Zudem ist das nächtliche Schlafen mit offenem Mund eine der Ursachen für Schnarchen. Hier erfahren Sie, warum es nachts auf jeden Fall gut ist, den “Mund zu halten” und wie Ihnen das gelingt. Es erwartet Sie auch ein Überblick über effektive Hilfe gegen Schnarchen mit geöffnetem Mund: Mundstücke verhindern, dass Sie den Mund im Schlaf öffnen. Nasenspreizer sorgen für eine unbeschwerte Atmung durch die Nase.


Der menschliche Körper stellt in zwei Situationen auf die Atmung durch offenen Mund um: wenn die Nasenatmung beeinträchtigt ist und wenn der Körper unter physischer Belastung steht. Das ist zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung wie Sport, Aufregung oder Stress der Fall. Dann reicht die reguläre Nasenatmung zum Teil nicht mehr aus, um genügend Sauerstoff in die Lunge zu transportieren. Man atmet dann – meistens unbewusst – durch den offenen Mund.


Mundatmung vs. Nasenatmung

Nasenatmung

Die Nasenatmung ist die natürliche, physiologische Form der Atmung. Jeden Tag strömen zwischen 12.000 und 36.000 Liter Atemluft (je nach Körpergröße und Grad der Anstrengung) durch die Nase. Das entspricht ungefähr dem Füllgehalt einer aufblasbaren Hüpfburg. Die Nasenatmung verhindert – besser als die Mundatmung – dass Staub- und Schmutzteilchen oder auch Keime und Krankheitserreger in den Körper eindringen.Außerdem bringt die Nasenatmung den Atemluftstrom immer auf Körpertemperatur, bevor er die Lunge erreicht. Ist die Außenluft kalt, wird sie aufgewärmt, ist es außen heiß, wird die Luft auf ihrem Weg durch die Nase abgekühlt und befeuchtet.

Zudem führt die Nasenatmung zu einer um bis zu 15 Prozent höheren Sauerstoffsättigung des Blutes . Damit können bei Nasenatmung die Organe mit mehr Sauerstoff versorgt werden. Grund hierfür ist das Stickstoffmonoxid , das in den Nasennebenhöhlen gebildet und durch die Nasenatmung automatisch mit in die Lungen transportiert wird. Stickstoffmonoxid hat eine Reihe wichtiger Aufgaben, unter anderem weitet es die Blutgefäße und fördert die Durchblutung der Lungenbläschen . Somit kann mehr Sauerstoff ins Blut aufgenommen und zu den Organen transportiert werden. Der Körper regeneriert besser. Auch Ihr Schlaf ist qualitativ hochwertiger.

Mundatmung und ihre Folgen

Umgekehrt führt dauerhaftes durch den Mund atmen zu lästigen Begleiterscheinungen. Die wenigsten Menschen wissen, dass Mundatmung Folgen hat – negative Folgen! Schon allein die Mundtrockenheit, die durch den offenstehenden Mund verursacht wird, ist ziemlich unangenehm. Es bleibt aber nicht bei “nur” unangenehmen Folgen, sondern es können sich auch handfeste gesundheitliche Probleme aus der Mundatmung ergeben. Wenn man durch den Mund atmet, trocknet der dünne Speichelfilm aus, der die Zähne überzieht. Dieser Speichelfilm erfüllt aber eine wichtige Schutzfunktion für die Zahnoberfläche. Er spült Bakterien weg und verhindert, dass sich neue Bakterien auf der Zahnoberfläche ausbreiten und die Grundlage für Karies legen. Nächtliche Mundtrockenheit und Karies wiederum begünstigen die Entstehung einer entzündlichen Mundschleimhautveränderung, was äußerst schmerzhaft sein kann.

Mit dem Austrocknen des Speichels verändert sich überdies die Zusammensetzung der Bakterien in der Mundhöhle, der sogenannten Mundflora. Fäulnisbakterien gewinnen die Herrschaft über Ihren Mund. Das geht mit unangenehmen Gerüchen einher. Unabhängig davon, ob man das Problem Mundatmung in den Griff bekommt, sollte man auf jeden Fall etwas gegen die Mundtrockenheit unternehmen – etwa über Hafttabletten gegen Mundtrockenheit.

Mundschnarchen

Das Atmen durch den Mund erhöht schließlich auch das Schnarch-Risiko. Die Atemluft passiert auf ihrem Weg durch den Mund in die Lunge eine anatomische Engstelle, die Schlundenge. Verengen Gewebestrukturen wie Schleimhautüberschüsse, Fetteinlagerungen oder vergrößerte Rachenmandeln (Tonsillen) diesen Bereich zusätzlich, kommt es dort zu hörbaren Atemluftverwirbelungen und Vibrationen – dem Schnarchen.

Doch auch dann, wenn es keine verengenden Gewebestrukturen gibt, das heißt, wenn die Schlundenge eine normale Größe hat, kann Mundschnarchen auftreten. Dazu kommt es allerdings nur, wenn das Gewebe etwa in den Gaumenbögen oder um das Gaumenzäpfchen schlaff ist bzw. keinen ausreichenden “Tonus” mehr hat.

Man kann sich Mundschnarchen ganz gut mit folgendem kleinen Gedankenbild erklären: Dem schlaffen Segel eines Schiffs. Wenn der Wind in das schlaffe Segel bläst, fängt es an zu flattern und produziert ein schlagendes Geräusch. Für das Mundschnarchen bedeutet das folgendes: Bläst die Mundatemluft („der Wind“) in das schlaffe Gewebe („Segel“), so fängt dieses an zu vibrieren und produziert das Schnarchgeräusch.


Mund zu! – Hilfe gegen Mundatmung

Was kann man also selbst gegen die Mundatmung tun?

Als erstes sollten Sie beobachten, ob Ihre Problemzone nicht doch eher in Ihrer Nase liegt. Sprich, atmen Sie vielleicht nur deshalb durch den Mund, weil die Nase zu ist? In diesem Fall sollten Sie Ihre Nasenatmung verbessern.Nasenspreizer, Nasenpflaster oder auch Nasenduschen können hilfreiche Produkte sein.

Ist die Nasenatmung nicht (mehr) das Problem und Sie schnarchen weiter durch den Mund? Dann sollte Ihre Wahl auf ein Anti-Schnarch Mundstück fallen. Dieses Mundstück, auch Mundvorhofplatte genannt, ähnelt von seiner Form her dem Zahnschutz eines Boxers und wird nachts am Oberkiefer eingesetzt. Es sorgt dafür, dass Sie Ihren Mund während des Schlafs geschlossen halten und schaltet so die Mundatmung und damit die Ursache für Mundschnarchen wirksam aus. Voraussetzung für die Verwendung ist allerdings, dass Ihre Nasenatmung einwandfrei funktioniert, sonst sieht es mit der nächtlichen Luftversorgung schlecht aus. Um Probleme mit dem Atmen durch die Nase zu verhindern, können Sie das Mundstück beispielsweise auch in Kombination mit einem Nasenspreizer verwenden.

Wie bereits erwähnt wird das Mundstück im Oberkiefer eingesetzt – so wie eine Zahnspange. Es ist nicht fest an den Zähnen verankert. Durch zwei Luftdurchlässe speziell im somnipax-Mundstück ist dafür gesorgt, dass der Atemluftdruck im Innenraum des Mundes nicht so hoch werden kann, dass das Mundstück “geschossartig” ausgespuckt wird. Vielmehr entweicht der Überdruck kontrolliert durch die Öffnungen, ohne dass die Mundatmung gleich wieder einsetzt.

Sollte das Mundstück während des Schlafs verrutschen – oder haben Sie das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen – können Sie es einfach aus dem Mund entfernen. Das Mundstück ist sehr grazil gestaltet, das heißt, es schränkt kaum ein und vermittelt ein angenehmes Tragegefühl. Zugleich ist es so groß, dass es nicht versehentlich im Schlaf verschluckt werden kann.

Gut zu wissen: Mundatmung ist auch ein Problem bei der CPAP-Therapie

Mundatmung ist nicht nur bei einfachem, das heißt nicht krankhaftem Schnarchen ein Problem. Auch bei der Behandlung von krankhaftem Schnarchen durch die sogenannte CPAP-Therapie führt die Mundatmung zu Komplikationen. Patienten, die bei der CPAP-Therapie eine Nasenmaske oder Nasenpolstermaske verwenden stehen häufig vor dem Problem, dass sich ihre Atmung im Schlaf unbewusst auf Mundatmung umstellt. Die Beatmungsluft entweicht nach dem Einströmen über die Nase direkt wieder durch den Mund, anstatt über die Atemwege in die Lungen zu gelangen.

Diese sogenannte “Mundleckage” kann im Extremfall die CPAP-Therapie wirkungslos machen und den Patienten wieder an seinen Atemaussetzern leiden lassen. Auch hier hilft ein Mundstück. Es sorgt für einen geschlossenen Mund, sodass die Beatmungsluft kontrolliert durch die Nase ein- und ausgeatmet wird. Die CPAP-Therapie kann effektiv arbeiten.

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Dr. Jan Wrede

Arzt, Berlin

Jan Wrede arbeitet als Arzt in Berlin. Er hat an der FAU Erlangen-Nürnberg und der Semmelweis-Universität, Budapest, Humanmedizin studiert. Bereits während des Studiums hat er zahlreiche wissenschaftliche Beiträge, insbesondere zum Thema Schnarchen, verfasst.

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