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Wie viele Menschen sägen nachts? – Statistiken zum Schnarchen

Dr. Hannes Wakonig

Letztes Update am Juli 28, 2023

Schnarchender Mann

Man liest immer wieder darüber, dass der Anteil derer, die schnarchen in der Bevölkerung sehr hoch sei. Doch existieren dafür tatsächlich aussagekräftige Statistiken und Studien?

Aussagekräftige Datenerhebungen und explizite Studien zu der Anzahl an Schnarchern in Deutschland gibt es bislang nicht. Allerdings gibt es interessante Studien zu dem Thema aus anderen Ländern.

Studie – der Semmelweis Universität Budapest

Eine breit angelegte Studie der Semmelweis Universität Budapest External link icon (Ungarn) aus dem Jahr 2008 kam zu dem Ergebnis, dass Schnarchen in der erwachsenen Bevölkerung (18-65 Jahre) in Ungarn weit verbreitet ist. Danach schnarchen ca. 60% der Männer in irgendeiner Form. Etwa ein Drittel aller Männer (36%) sind sogar laute Schnarcher. Bei den Frauen liegt die Quote an Schnarcherinnen mit 42% niedriger. Unter lautem Schnarchen leiden insgesamt 21% aller Frauen in Ungarn.


Statistiken – aus den USA

Diese Daten decken sich im Groben mit Statistiken aus den USA External link icon, wo eine Studie in den 1990ern auf folgende Werte kam: 60% aller Männer und 40% aller Frauen leiden unter Schnarchen. Mit diesen Zahlen ist aber zunächst nur etwas zur nächtlichen Geräuschkulisse gesagt – in wie vielen Fällen das Schnarchen krankhaft ist und wie häufig es “nur” lästig ist, das muss noch näher aufgeschlüsselt werden.

Untersuchungen aus den USA legen nahe, dass nur ca. 20 bis 30% aller Schnarcher wirklich harmlose “Krachmacher” sind. Sprich, ihr Schnarchen ist zwar lästig für den Bettpartner, aber es ist für den Schnarcher selbst ungefährlich. Umgekehrt bedeutet das, dass sich bei ca. 70 bis 80% der Schnarcher hinter dem nächtlichen Sägen ein potenzielles Gesundheitsrisiko verbergen kann. Am Häufigsten heißt dieses Risiko obstruktive Schlafapnoe (OSA) obstruktive Schlafapnoe], das bedeutet mehr als fünf nächtliche Atemaussetzer pro Stunde. Je nach Studie und Studienzuschnitt kommt man auf eine Verbreitung von OSA von 17 bis 27% bei allen Männern und 3 bis 28% bei Frauen External link icon. Allerdings ist der Anteil derer, die unter einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom leidet (das heißt Betroffene, die zusätzlich zu den nächtlichen Atemaussetzern auch tagsüber unter starker Müdigkeit leiden), deutlich geringer. Er liegt bei Männern bei ~ 4% und bei Frauen bei ~2% External link icon.

Diese Bandbreite an Werten zeigt, dass man beim Thema Schnarchen schnell zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann. Viel hängt einfach davon ab, wie eine Studie aufgesetzt wurde (Auswahl der Teilnehmer, eingesetzte Methoden).


Umfrage – der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung

Wichtig zu wissen ist, dass Schnarchen nicht nur zwischen den Geschlechtern unterschiedlich stark verbreitet ist, sondern auch in den einzelnen Altersgruppen unterschiedlich stark vertreten ist. Die Schnarchneigung steigt mit dem Alter, da die Gewebespannung mit zunehmendem Alter nachlässt und das Rachengewebe leichter in Vibrationen versetzt werden kann.

Nach einer Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung ergibt sich folgende Verteilung des Schnarchens nach Altersgruppen External link icon.

Und dann gibt es noch den Sonderfall des Schnarchens bei Kindern. Es gibt eine Reihe von Studien, die Schnarchen bei Kindern untersucht hat. Schnarchen tritt danach bei ~7% aller Kinder External link icon auf. Sie sollten das Schnarchen Ihres Kindes auf jeden Fall zum Anlass nehmen, um abklären zu lassen, ob es Verengungen in den Atemwegen gibt, die ein freies Atmen im Schlaf (aber auch tagsüber) verhindern.

Was bedeuten aber all diese Zahlen nun genau? Um sie greifbar zu machen bilden wir ein Beispiel. Würde man – rein zu Veranschaulichungszwecken – die Ergebnisse der ungarischen Studie ungefiltert auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland anwenden, so käme man schon alleine in der Altersgruppe von 30 bis 59 Jahren auf rund  10,9 Mio. männliche Schnarcher, wovon ca. 6,5 Mio. sogar laute Schnarcher wären. Bei den Frauen würden sich in derselben Altersgruppe etwa 7,2 Mio. Schnarcherinnen finden lassen, wovon wiederum 3,7 Mio. zu den lauten Schnarcherinnen zählen würden.

Selbst wenn die tatsächlichen Werte für Deutschland deutlich unter den ungarischen Zahlen liegen sollten, so zeigt dieses Beispiel doch eindrücklich, dass einfaches, nicht-krankhaftes Schnarchen ein sehr verbreitetes Problem in europäischen Schlafzimmern ist und Millionen von Bettpartnern Nacht für Nacht um ihren erholsamen Schlaf gebracht werden – und das, obwohl es gegen alle Formen von Schnarchen effektive Abhilfe gibt.

Genau diese Auswirkungen des Schnarchens auf den Schlaf des Bettpartners hat im Jahr 2011 eine Studie der British Lung Foundation untersucht. Demnach fühlen sich 41% der Frauen und 24% der Männer, die in Beziehungen mit Schnarchern leben, vom Schnarchen ihres Partners stark gestört. Etwa 70% der Betroffenen verlieren laut der British Lung Foundation durch das Schnarchen des Partners pro Nacht 1,5 Stunden oder mehr an Schlaf. Insgesamt führt das Schnarchen dazu, dass es bei ca. einem Drittel aller Paare zu nächtlichen “Umzugsaktionen” kommt – sprich, entweder wird der Schnarcher auf die Couch im Wohnzimmer verbannt, oder der genervte Bettpartner geht freiwillig ins “Exil”.

Würde man auch diese Zahlen ungefiltert auf Deutschland übertragen, so würden  mindestens 4,3 Mio. Menschen aus der Altersgruppe der 30 bis 59 Jährigen jede Nacht stark unter dem Schnarchen ihres Partners (3,1 Mio. Frauen und 1,2 Mio. Männer) leiden. Knapp 3 Mio. Menschen würden jede Nacht 1,5 h Schlaf (oder mehr) verlieren – das sind über 1,6 Milliarden Stunden verlorenen Schlafs pro Jahr! Ein ziemlich großer Wert – der so nicht existieren müsste!

Denn es gibt Abhilfe gegen das Schnarchen. Man muss nur den ersten Schritt tun. Unser einfacher Anti-Schnarchtes ist da ein guter Anfang. Er ist kostenlos. Sie müssen keine persönlichen Daten angeben und sind in weniger als 3 Minuten damit fertig.

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Dr. Hannes Wakonig

Geschäftsführer

Hannes Wakonig kommt aus dem Bereich Marketing und Finance und hat vorher schon in der Medizintechnik gearbeitet. Er ist Mitgründer und Geschäftsführer von SomniShop (health.On Ventures GmbH) und AescuBrands.

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